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iwc_50000

Inhaltsverzeichnis

IWC 50000

IWC 5011
© IWC

Die Kal.-50000-Familie ist eine Gruppe von großen Automatik-Uhrwerken mit sieben Tagen Gangreserve von IWC, die seit 2010 produziert werden.

Geschichte

Das Kal. 5000 von IWC wurde bei seinem Erscheinen im Jahr 2000 in der limitierten Auflage der IWC Portugieser 2000 von den Anhängern der Marke gelobt. Es markierte den Neubeginn einer vollständig hauseigenen Uhrwerkentwicklung für das Unternehmen und ließ das alte IWC Portugieser-Uhrendesign wieder aufleben. Das Werk galt auch in anderer Hinsicht als wegweisend: Es verfügte über eine Gangreserve von 8 Tagen, einen automatischen Aufzug und einen enormen Durchmesser von 16,75 Linien (38,2 mm).

Vor allem aber brachte das Kal. 5000 das legendäre Pellaton-Aufzugssystem von IWC zurück. In seinem zweiten Leben erhielt das Pellaton-System zwei Sperrklinken anstelle von einer, die beide das massive 8-Tage-Federhaus bei jeder Drehung des Rotors in eine der beiden Richtungen anzogen. Auch der Rotor war massiv, sowohl um dem Durchmesser des Uhrwerks gerecht zu werden als auch um die überdimensionierte Feder aufzuziehen. Der Rotor verfügt sogar über einen eigenen Stoßdämpfer, damit er im täglichen Gebrauch nicht bricht.

Ein weiteres Zugeständnis an die massive Hauptfeder mit ihrem unterschiedlichen Isochronismus ist die Verwendung von zwei verschiedenen Reguliermechanismen. Die traditionelle IWC-Unruh verfügt über eine Einstellschraube an jedem ihrer beiden Arme, und auch auf der Brücke befindet sich ein herkömmlicher verschraubter Index. Dies ermöglicht es dem Uhrmacher, die Uhr für die Zeitmessung über einen kurzen oder langen Zeitraum einzustellen. Auch die Unruh ist recht groß, tickt mit langsamen 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und soll angeblich die gleiche sein wie im Vorgängerwerk der Portugieser, dem Kal. 89. Ein letzter Hinweis auf die Gangreserve ist die Verwendung eines Mechanismus, der die Unruh nach 7 Tagen stoppt und den letzten Tag der Gangreserve aufbewahrt, um die Uhr wieder in Gang zu setzen, wenn sie aufgezogen wird.

Die Tatsache, daß das Kal. 5000 eine einzige Feder und ein einziges Federhaus verwendet, hat sich auf den Ruf dieses Uhrwerks ausgewirkt. Wie von Richard Habring und anderen IWC-Mitarbeitern zugegeben wurde, ist die Uhr für den „Wochenendgebrauch“ gedacht und daher so eingestellt, daß sie eine Woche lang genau die Zeit hält. Aber die einzelne Triebfeder liefert keine konstante Leistung, so daß das Uhrwerk in den ersten beiden Tagen recht schnell läuft, in den nächsten Tagen eher vorhersehbar und zum Ende hin langsamer. Dies führt zu Problemen bei der Zeitmessung, der Wartung und dem täglichen Tragen. Das Nachfolgemodell Kal. 52000 verwendet eine Doppelfederhaus-Konstruktion, um ein gleichmäßigeres Drehmoment und eine gleichmäßigere Ganggenauigkeit über die ganze Woche zu gewährleisten.

IWC änderte die Namensgebung (obwohl das Uhrwerk weitgehend gleich blieb) im Jahr 2005 zu Kal. 50010. Diese Uhrwerkfamilie wird nach 2015 zugunsten der neueren IWC 52000-Serie mit Doppelfederhaus-Antrieb auslaufen.

Uhrwerkfamilie

Beschreibung:

Funktionen:

Daten:

Produktionszeitraum:

iwc_50000.txt · Zuletzt geändert: 20.11.2021 20:21 von gerdlothar

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