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PP 12-600 AT

Das Kaliber 12-600 AT ist ein Automatikwerk von Patek Philippe.

Es war das erste von Patek Philippe hergestellte Automatikwerk und eines der ersten dieser Art in der Geschichte.

Infos

Das Kaliber 12-600 AT wurde von Patek Philippe im Jahr 1953, zu Beginn der Automatikwerk-Technologie, eingeführt. Obwohl es nicht das erste Automatikwerk oder gar das erste mit einem Zentralrotor war, wirkt es abgesehen von der Verwendung der kleinen Sekunde recht modern. Heute gilt das Kal. 12-600 AT als eines der besten Uhrwerke in der Geschichte der Uhrmacherei. Etwa 7.100 Kal. 12-400 AT wurden zwischen 1953 und 1960, als das PP 27-460 eingeführt wurde, hergestellt. Daß dieser Ersatz eng mit dem Kal. 12-600 AT verwandt war und bis 1985 in Produktion blieb, spricht für die Technik dieses Werks.

Patek war sehr stolz auf dieses Werk und wollte es von den anderen Automatikuhren auf dem Markt abheben, von denen die meisten Hammerautomatikwerke verwendeten. Daher bezeichnete man sie als „Automatikuhr“ und nicht als „Automatik“.

Wie zu jener Zeit üblich, erklärt der Name Kal. 12-600 AT die wichtigsten Merkmale der Uhr:

  • Das Uhrwerk hatte einen Durchmesser von 12 Linien, also etwa 27 mm.
  • Das Werk war 6,00 mm hoch.
  • Das Uhrwerk war ein Automatikwerk.

Das 30-steinige Kaliber 12-600 AT verfügt über einen massiven Rotor aus 18 Karat Gelbgold, der mit maschineller Gravur verziert ist, obwohl damals noch keine Uhr einen Sichtboden hatte. Die Zeitmessung erfolgt über die von Patek Philippe patentierte Gyromax-Unruh (die erst zwei Jahre zuvor eingeführt wurde), die mit 19.800 Halbschwingungen pro Stunde schlug. Das Gyromax-Rad wurde von einer Schwanenhals-Feinregulierung und einer selbstkompensierenden Breguetspirale unterstützt. Das Uhrwerk war auf fünf Positionen, Wärme und Kälte sowie Isochronismus eingestellt. Es ist möglich, daß einigen frühen Exemplaren die Gyromax-Unruh fehlte.

Das Design erinnert an die Handaufzugswerke von Patek Philippe aus der Mitte des Jahrhunderts. Für die Unruh, das Ankerrad und das Sekundenrad werden getrennte Kloben verwendet. Eine große Brücke wird für das Kleinbodenrad und das Zentralrad verwendet und dient auch als Befestigungspunkt für das Rotorlager. Das Uhrwerk ist rhodiniert und nach den Normen des Genfer Siegels gefertigt.

Das Kal. 12-600 AT genießt heute hohes Ansehen, war aber nicht unproblematisch. Der massive Goldrotor verursachte eine übermäßige Abnutzung des Lagers und zwang zu einer Neukonstruktion in der Mitte des Zyklus. Das Nachfolgemodell, Kal. 27-460 von 1960, verfügt über ein überarbeitetes Lager. Außerdem wurde eine dritte Gehäuseschraube benötigt, um das Uhrwerk im Gehäuse zu fixieren. Schließlich erwies sich die Schwanenhals-Regulierung als nicht zufriedenstellend, was die Ingenieure dazu veranlaßte, einen neuartigen einstellbaren Spiralklötzchenträger als Ersatz zu entwickeln.

Anwendungen

Das Kal. 12-600 AT war damals etwas ganz Besonderes, und Patek Philippe reservierte es für seine besten Uhren. Mit Ausnahme der Ref. 2588, die in Stahl gefertigt wurde, waren alle mit diesem Werk ausgestatteten Uhren mit einem Gold- oder Platingehäuse versehen. Diese seltene Kombination machte diese Uhren zu den begehrtesten Patek-Philippe-Uhren.

Siehe auch

Beschreibung:

Funktionen:

Daten:

  • 19.800 A/h
  • 12 Linien (27 mm) breit, 6 mm hoch
  • 30 Lagersteine

Produktionszeitraum:

pp_12-600_at.txt · Zuletzt geändert: 26.11.2022 18:14 (Externe Bearbeitung)

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