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Modeuhr

Eine Modeuhr ist eine Uhr, die mehr auf Design als auf Technik oder Geschichte ausgerichtet ist. Die meisten Modeuhren werden nur für kurze Zeit hergestellt und gelten nicht als Sammlerstücke, so daß viele von ihnen nicht gewartet oder repariert werden können.

Das Konzept der Modeuhr wurde von Richard Loftus, dem Erben des englischen Uhrenherstellers Accurist, entwickelt. Der in England und den Vereinigten Staaten ausgebildete Loftus erkannte die Vergänglichkeit der Mode und versuchte, sie auf die Uhrmacherei zu übertragen. Er lancierte die Marke Old England im Jahr 1967 und behielt Recht, als sie bis 1970 sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den Vereinigten Staaten zur führenden Marke wurde.

Dies löste eine Revolution in der Uhrenmode aus, und Marken wie Mortima, Sheffield und Royce schufen beliebte, aber kurzlebige Uhrenserien. Diese wurden häufig in Kaufhäusern verkauft und verwendeten weniger teure Roskopf-Uhrwerke, die auf Quarz umgestellt wurden, sobald diese Technologie billiger wurde. Schon bald stiegen größere Unternehmen mit häufigeren Modellwechseln und preiswerteren Modellen, oft unter anderen Markennamen, in das Geschäft mit den Modeuhren ein.

Im Jahr 1983 erreichte der Trend zur Modeuhr einen neuen Höhepunkt, als SMH die Swatch einführte. Diese wurde als „second watch“ bezeichnet, ein Begriff, der ursprünglich von Loftus geprägt wurde, um die Vergänglichkeit von Modeuhren zu beschreiben. Andere große Marken traten in den Wettbewerb ein, insbesondere Mondaine und Fortis in Europa, Timex in den Vereinigten Staaten sowie Seiko, Citizen und Casio in Japan. Die vielleicht erfolgreichste Modemarke war Fossil, die in Dallas, Texas, gegründet wurde und sich schnell an die Spitze des amerikanischen Marktes setzte.

Ein weiterer wichtiger Trend bei Modeuhren war die Lizenzvergabe. Gucci war vielleicht der erste große Lizenznehmer, aber in den 1990er Jahren hatte fast jede Marke eine Uhrenlinie, von Champion bis Hershey's. Fossil produzierte bald Uhren unter den Marken Emporio Armani, Philippe Starck und Burberry. Dieser Trend erreichte um 2000 seinen Höhepunkt, bevor er mit dem Aufkommen billigerer Off-Brand-Uhren zurückging.

Heute ist das Segment der Modeuhren ähnlich wie die gesamte Uhrenindustrie aufgeteilt. Hochwertige Marken wie Coach, Gucci, Hermes, Louis Vuitton und Ralph Lauren haben sich zu angesehenen Herstellern entwickelt; Lizenzmarken wie Armani, Diesel, Guess, [Hugo Boss]], Michael Kors und Tommy Hilfiger haben sich Respekt verschafft, und Internetmarken wie Christopher Ward, Daniel Wellington, MVMT und Paul Valentine sind im Kommen. Der Großteil der Uhrenverkäufe entfällt jedoch auf billige, namenlose Modeuhren.

modeuhr.txt · Zuletzt geändert: 10.11.2021 13:17 (Externe Bearbeitung)

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