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rado

Rado

Rado ist ein Schweizer Uhrenhersteller.

Rado ist neben Longines und Union Glashütte eine „hochwertige“ Marke des Schweizer Uhrenkonglomerats Swatch Group. Sie wurde 1917 als Schlup & Co. in Lengnau, Schweiz, gegründet, und diese begann in den 1950er Jahren, die Marke Rado zu verwenden. Zuvor war sie Teil von Sagiter und der General Watch Co./ASUAG. Heute ist Rado bekannt für Hightech-Materialien wie Keramik (die von der DiaStar abstammt) und die Seepferdchen- und Anker-Logos, die auf wasserdichte bzw. Automatikuhren hinweisen. Verwendet wurden zuerst durchweg Quarzwerke; inzwischen gibt es auch Modelle mit Mechanikwerken.

Geschichte

Schlup & Co. wurde 1917 von den Brüdern Fritz, Ernst und Werner Schlup in Lengnau gegründet. Gegründet im Haus ihrer Eltern, expandierte die Fabrik in den nächsten 25 Jahren zu einem der größten Uhrwerkhersteller der Schweiz.

Schlup begann erst um 1953 mit dem Verkauf von Uhren unter der Marke Rado, obwohl diese bereits 1928 eingetragen worden war. Der Name bedeutete auf Esperanto „Rad“ und wurde nur auf den internationalen Märkten verwendet, zunächst in Südamerika und Asien, ab 1963 auch in der Schweiz.

Rado war zunächst für wasserdichte Automatikmodelle bekannt. Der Name Golden Horse erschien im Jahr 1957, und im folgenden Jahr kam die Marke Green Horse mit wasserdichten Modellen hinzu. Diese Uhren trugen Seepferdchen-Abzeichen auf dem Boden, zwei für einen Bajonett-Gehäuseboden und drei für einen Schraubboden. Im Laufe des Jahrzehnts expandierte die Marke rasch und wurde in über 60 Ländern verkauft. Die Taucheruhr Captain Cook erschien 1968 und ist bis heute im Programm.

Die automatischen Rado-Modelle waren mit einem beweglichen Ankerlogo auf dem Zifferblatt ausgestattet, das zum Symbol der Marke wurde. Der Anker, der an einen automatischen Aufzugsrotor erinnerte, drehte sich in der Mitte und war typischerweise auf einem roten Kreis plaziert, der an einen Edelstein erinnern sollte. Heute tragen alle Automatikmodelle von Rado das Ankersymbol.

Eines der wichtigsten und dauerhaftesten Produkte von Rado erschien im Jahr 1962. Die DiaStar 1 wurde dank eines gehärteten Stahlgehäuses und eines Saphirglases als „die erste kratzfeste Uhr der Welt“ vermarktet. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte Rado ein goldfarbenes DiaStar-Modell (1972) und ein neuartiges Gehäuse mit einem randlosen Saphirglas, die Dia 67 (1976). Rado fügte auch ein elektronisches Uhrwerk für die DiaStar Electrosonic im Jahr 1973, ein analoges Quarzmodell im Jahr 1975 und ein LCD-Modell im Jahr 1976 hinzu.

Die nächste Innovation des Unternehmens war das Keramikarmband, das bei der 1986 Integral verwendet wurde, gefolgt von einem Keramikgehäuse bei der Ceramica von 1990. Ein weiteres Hightech-Material, Cermet, erschien 1993 in der Sintra, und die Ceramica fügte 1998 Plasmakeramik hinzu. Der nächste große Fortschritt war ein Diamantmaterial mit einer Härte von 10.000 Vickers in der V10K von 2002. Im Jahr 2011 wurde die True Thinline eingeführt, eine 5 mm flache Keramikuhr, und die ähnliche HyperChrome.

Weitere ungewöhnliche moderne Modelle sind die 1988 La Coupole, eine integrierte Uhr in Kapselform, die eSenza ohne Krone, und die minimalistische r5.5. Die Touch-Technologie wurde bei der Esenza Touch von 2013 hinzugefügt, und die HyperChrome Dual Timer ein Jahr später nutzte diese Technologie, um die Zeitzonen zu wechseln.

Teil der Swatch Group

Schlup gehörte seit 1966 zusammen mit Camy, Sandoz und Invicta zur Société Horlogeère de Production et de Participation SA (Sagiter)] mit Sitz in [[Neuchatel. Der Erfolg der DiaStar half dem Unternehmen bei der Konsolidierung in den 1970er Jahren. 1971 schloß sich Schlup der General Watch Co. unter der ASUAG an. Bis 1974 war Rado eine der umsatzstärksten Schweizer Marken.

In den 1970er und 1980er Jahren konsolidierte die ASUAG, verkaufte die meisten Marken und fusionierte mit der SSIH zur SMH, der Vorläuferin der heutigen Swatch Group. Es ist eines der wenigen Unternehmen, das während der gesamten Zeit kontinuierlich Teil der Gruppe blieb.

Vintage-Modelle lassen 1960er-Stil wiederaufleben

Mit Vintage-Modellen, die auf originalgetreue Weise den 1960er-Stil früherer Rado-Modelle wiederaufleben lassen, brachte die Marke seit ca. 2020 auch wieder Mechanikwerke zum Einsatz, etwa in der Reihe Caption Cook. Auch in den höherpreisigen Modellen der anderen Reihen werden diese zunehmend verwendet.

Modelle

Rado HyperChrome Automatic
© Rado

Adresse

Rado Watch Co. Ltd.
Bielstrasse 45
Postfach 428
CH-2543 Lengnau

Tel. (++41) 032 655 61 11
Fax (++41) 032 655 62 70
touch@rado.ch

rado.txt · Zuletzt geändert: 02.07.2022 21:37 von 127.0.0.1

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