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magazin:haute_horlogerie_im_locker-leichten_gewand

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Haute Horlogerie im locker-leichten Gewand

Hublot Big Bang Titanium Peach Ceramic 42 mm (zum Vergrößern anklicken!)
Hublot Big Bang Titanium Peach Ceramic 42 mm
© Hublot

Man könne meinen, das wären Spielzeuge, aber sie sind es nicht, sondern sie sind Spitzenprodukte der höchsten Luxusuhrenklasse1): die locker-leicht – nicht nur optisch, sondern auch im Gewicht und in der Tragbarkeit – daherkommenden Sportmodelle von Hublot aus der inzwischen legendären Reihe Big Bang.

Bis vor kurzen hatte ich Jean-Claude Biver bezüglich seiner Rolle beim Erscheinen der Big Bang bewundert, allzu spät habe ich erst erfahren, daß er sich den Ruhm mit Yvan Arpa zu teilen hat. Denn in Partnerschaft mit Biver und seinem marketingträchtigen Konzept der „Fusion“ 2) war es Arpa, der die spezielle und damals für Luxusuhren ungewöhnliche Gehäuse-und-Armband-Konstruktion entwickelt hat.

All dies ist inzwischen Geschichte; Biver war es nicht gelungen, Crocco zum Verkauf von Hublot an ihn als Alleininhaber zu bewegen; er wurde dann Chef der LVMH und damit indirekt auch wieder von Hublot, und die Big Bang diente ihm als Plattform für vielfältige Experimente und mutige Variationen, bis hin zu solchen Exoten wie der One Million Dollar Big Bang (damals war eine Million Dollar noch mehr wert als heute!). Es wurde viel mit Werkstoffen experimentiert, und Hublot gebührt auch das Verdienst, Keramik, Titan, Wolfram bis hin zu Kevlar als geeignete Materialien in einer breiten Palette unterschiedlichster Big-Bang-Inkarnationen erprobt und dem breiten Markt bekannt gemacht zu haben.

Noch unter Biver erfolgte dann die wichtige, die Unabhängigkeit der Marke als Manufaktur bekräftigende Einführung eines hauseigenen Kalibers, des Unico; mittlerweise gibt es das Kaliber Unico 2 als Nachfolger. Darauf aufbauend geht die neue Führung von Hublot eigene Wege, einmal mit der Unico-Modellreihe, dann mit den Titan-Modellen und nicht zuletzt mit den Keramikmodellen. Außerdem wurde eine eigene, hochgradig kratzfeste Goldlegierung (Magic Gold) entwickelt.

Hublot Big Bang Summer Multi-Colored Ceramic 42 mm (zum Vergrößern anklicken!)
Hublot Big Bang Summer Multi-Colored Ceramic 42 mm
© Hublot

Gerade die Keramikmodelle unterstützen das Konzept der Marke, einerseits höchste uhrmacherische Kompetenz zu liefern – wichtige Grundlage auch für die hohen Preis der Uhren –, und andererseits das traditionelle Bild von Luxusuhren – großväterlich ehrwürdig, behäbig, ernst und gravitätisch zu wirken – immer weiter ad absurdum zu führen:

Das ist auch der Weg, den – wie im Magazin-Beitrag über Chronoswiss beschrieben → Die Chronoswiss-Metamorphose – auch diese Marke beschreitet: unerschrocken, frech, risikofreudig und Provokationen gegen das, was der Luxusuhrenliebhaber für „wertig“, hält nicht abgeneigt.

Indessen kehrt Jean-Claude Biver offenbar, in der zusammen mit seinem Sohn geführten gleichnamigen Firma Biver, zu klassisch-traditionellen, also quasi orthodoxen Werten und Gestaltungsweisen zurück.

Falls mich jemand nach meiner Vorliebe fragt: Mir sind die „modernen“ lieber. Denn was zu einer Zeit als „modern“ gilt, ist später schon „Klassik“. Das haben Modelle wie die Royal Oak bewiesen, das zeigt die gesamte Umorientierung der Haute Horlogerie seit der Jahrtausendwende. Was letztlich zählt, ist

  • Leistung, und
  • Originalität.

So ist eine wirklich gute, hochwertige Uhr nicht notwendig einer Wiederauflage von Kriterien, die es früher bereits gegeben hat.

Die 314 besten und wichtigsten Uhrenmarken

Franck Muller Komplizierteste Armbanduhr (zum Vergrößern anklicken!)
Franck Muller Komplizierteste Armbanduhr
© Franck Muller

Die ZEITGEFÜHL-Auswahl der besten Marken ist zu Ihrer Orientierungshilfe nach Uhrenqualität und Markenrenommee geordnet (von oben nach unten) — was natürlich immer nur subjektiv, aber deshalb noch lange nicht ohne Aussagekraft ist.

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Die 20 Top-Uhrenmodelle

Rolex Oyster Perpetual Datejust 36 (zum Vergrößern anklicken!)
Rolex Oyster Perpetual Datejust 36
© Rolex

Die ZEITGEFÜHL-Auswahl der besten und berühmtesten Uhrenmodelle der Uhrengeschichte.

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2)
Dieses wiederum ist eine Weiterentwicklung der bereits von Carlo Crocco als früherem Chef von Hublot eingeführten Idee, Gummi und Gold zusammen bei Luxusuhren zu lancieren.
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