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kybernetisch

Kybernetisch

Ein kybernetisches Uhrwerk ist ein Uhrwerk, das eine Rückkopplungsschleife zwischen zwei separaten Oszillatoren enthält, um die Zeitmessung zu verbessern.

Geschichte

Das erste Uhrwerk, das als kybernetisch„ bezeichnet wurde, war das Longines Ultra-Quartz von 1969. Es nutzte das Zusammenspiel zwischen einem Quarzoszillator und einem Vibrationsmotor auf kybernetische Weise. Dies war die erste Quarzuhr, die für die Produktion angekündigt wurde. Obwohl auch am Beta 21-Projekt beteiligt, entwickelte Longines das Ultra-Quartz selbst. Das Unternehmen verkaufte in den Jahren 1970 und 1971 sowohl Ultra-Quartz- als auch „Quartz-Chron“-Modelle (Beta 21).

Bulova war mit einem kybernetischen Hybridwerk an der Reihe, auch wenn sie den Begriff nicht verwendeten. Die Accuquartz von 1971 kombinierte die Stimmgabel der Accutron mit einem Quarzkristall. Das Konzept ähnelte dem des Ultra-Quartz, jedoch konnte Bulova einen integrierten Schaltkreis verwenden, um den Stromverbrauch, die Komplexität und die Kosten zu reduzieren. Durch die Verwendung von Komponenten der Accutron konnte Bulova die Accuquartz wesentlich billiger verkaufen als Quarzuhren der Konkurrenz. Sie war auch die erste Quarzuhr, die in den Vereinigten Staaten auf den Markt kam und die erste, die dort produziert wurde.

Das kybernetische Konzept wurde erst in den 2000er Jahren mit der „Resonance“-Linie von F.P. Journe wieder verwendet. Spätere Uhrwerke mit Doppel-Unruh und Doppel-Tourbillon haben dieses Konzept in den letzten Jahren ebenfalls übernommen.

kybernetisch.txt · Zuletzt geändert: 02.02.2022 15:34 (Externe Bearbeitung)

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